Liebe Schachfreunde,

 

an dieser Stelle folgen nun einige Appetitanreger auf die bevorstehende Saison. Den Beginn mache ich mit einer Partie aus dem Mannschaftskampf der Ersten gegen Puschendorf.

Buck, Andreas (1401) - Thurn, Stephan (1897)

1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. d3 d6 5. h3 Nge7?

Ob h3 an dieser Stelle nötig ist, ist wohl eine Frage des Geschmacks, Sge7 ist aber auf jeden Fall ein schwerer Fehler, der dem Weißen nach 6. Sg5 deutlichen Vorteil einbringt. Die kurze Rochade des Schwarzen wird danach taktisch widerlegt:

6. Sg5 0-0 7. Dh5! h6 8. Sxf7 und Schwarz erleidet erheblichen Materialverlust.

Aber auch das bessere 6. ... d5 ist nicht vollkommen zufriedenstellend, z.B.

6. Sg5 d5 7. exd5 Sxd5 8. Sc3 Le6 (Sxc3 9. bxc3 Df6 [0-0 10. Dh5] 10. Lxf7+ Kf8 11. 0-0 h6 12. Se4) 9. Sxe6 fxe6 10. Dg4 Dd7 11. Sxd5 exd5 12. Dxd7+ Kxd5 13. Lxd5

6. Nc3? O-O 7. Bg5 Kh8 8. O-O f6 9. Bd2 a6 10. a3 Nd4 11. Nxd4 Bxd4 12. Qe1 f5 13. Be3?

Nach diesem Zug reisst Schwarz die Initiative am Königsflügel an sich.

13. ... Bxc3 14. Qxc3 f4 15. Bc1 f3 16. Bg5 Qe8 17. g4?

Die weiße Stellung ist bereits sehr schlecht, dieser Zug schafft jedoch neue Schwächen auf f4 und h4 und beschleunigt damit den Untergang.

17. ...Ng6 18. Qd2 Nf4

Nach diesem Zug ist die weiße Stellung sturmreif.

19. Kh2 Nxh3

Auch 19. Lxf4 hätte nicht geholfen, da nach 19. ... Txf4 bereits das Läuferopfer auf g4 entscheidet.

20. Rg1 Qg6 21. Kxh3 Qh5+ 22. Bh4 Rf4 23. Bf7

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dieser Zug gestattet Schwarz ein Mattfinale mit einem Damenopfer, allerdings hätten auch andere Züge nichts mehr am Ausgang der Partie geändert.

23. ...Rxg4 24. Bxh5 Rg2+ 25. Bg4 Bxg4# 0-1