Die Wochen der Wahrheit

In der 6. und 7. Runde standen für die erste Mannschaft die Wochen der Wahrheit an, ging es doch gegen die direkten Konkurrenten um den 1. Platz aus Großenseebach und Erlangen.

Zuerst stand am 7. Februar das Spiel gegen den SC Erlangen 3 an. Dabei konnten wir bis auf Heinrich in Bestbesetzung antreten, für ihn spielte Stephan. Aber auch unser Gegner trat ersatzgeschwächt an, er musste sogar mehrere Stammspieler ersetzen. Auf dem Papier waren wir deswegen leicht favorisiert, allerdings war die Erlanger
Mannschaft immer noch ein ernstzunehmender Gegner. Um es kurz zu machen, das Spiel endete in einem Desaster, es setzte eine deutliche 2:6-Niederlage. Dabei brachten wir das Kunststück fertig an den Brettern 1 bis 5 alle Partien zu verlieren.
Peter setzte nach einem Bauernopfer nicht richtig fort und geriet langsam ins Hintertreffen. Auch der Versuch eine Leichtfigur zu fangen scheiterte und er musste mit entscheidenden Materialnachteil aufgeben. Ich hatte etwas Druck, verlor aber kurz vor der Zeitkontrolle einen Bauern. Diesen Vortei verwertete mein junger Gegner tadellos.
Von Erichs Partie habe ich nicht viel mitbekommen, das Einzige was ich mitbekam war, dass er plötzlich matt war.
Roland hatte eine gute Partie gespielt und zwischenzeitlich etwas Vorteil, allerdings ließ er Gegenspiel zu. Zum Verhängnis wurde ihm einmal mehr seine enorme Zeitknappheit.
Norbert stellte ohne Bedrängnis eine Qualität ein und musste schlussendlich auch eine Niederlage einstecken.
Eine Bank ist in dieser Saison Christoph, der bisher lediglich ein Unentschieden abgegeben hat und auch gegen Erlangen einen Sieg einfuhr.
Stephan und Markus spielten Remis, was vor allem für Stephan sehr glücklich war, da er ein verlorenes Endspiel auf dem Brett hatte.

Nach der deutlichen Niederlage gegen Erlangen schienen wir aus dem Aufstiegsrennen zu sein, was dazu führte, dass wir das Spiel gegen Großenseebach sehr locker  angingen, da wir meinten, es ginge um nichts mehr für uns. Aber dann kam es doch ganz anders.
Gegen Großenseebach war Heinrich wieder an Bord, allerdings mussten wir auf Erich verzichten. Was für ein Glück, dass wir Stephan haben, der die Mannschaft wieder ergänzte. Großenseebach hatte auch einige Ersatzspieler aufgeboten, weswegen wir wieder leicht favorisiert waren.
Im Spiel lagen wir schnell mit 2-0 vorne, da Stephan und Markus zu schnellen Siegen kamen. Allerdings stand es dann genausoschnell 2-2, da Heinrich und Peter ihre Partien verloren. Christoph erzielte brachte uns dann mit einem weiteren Sieg in Führung, die ich dann zum 4-2 ausbauen konnte. Roland vergab ein weiteres Mal eine aussichtsreiche Stellung in Zeitnot. 4-3 und nur noch Norberts Partie lief. Nachdem er in schwieriger Stellung das richtige Manöver fand und die Stellung zusammenhalten konnte, landete er in einem ausgeglichenen Endspiel. Statt hier das Remis zu forcieren, spielte er weiter auf Gewinn, was doch ein sehr mutiger Entschluss war. In der Folge gab es einige aufs und abs, letztendlich sackte Norbert dann allerdings doch den Sieg ein.
Der Endstand war also 5-3 für uns und scheinbar war nun der Weg frei für den SC Erlangen 3. Allerdings nutzten die Erlanger die Gunst der Stunde nicht, da sie gegen die SG Fürth überraschend mit 3,5-4,5 verloren. Tabellenführer ist damit weiter Großenseebach vor Erlangen. Aber auch wir als Tabellendritter haben wieder Chancen auf Platz 1, die allerdings wirklich sehr sehr klein sind. In der nächsten Runde am 23. März steht dann das Spiel gegen Eckental im Sportheim an.

Zweite Mannschaft weiter auf Aufstiegskurs

Da in der Kreisliga 3 nur neun Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, hatte unsere 2. Mannschaft in der 6. Runde ein freilos. In der 7. Runde ging es dann gegen Bubenreuth/Möhrendorf 2. Dort gelang ein überzeugender 5,5-2,5-Sieg, wobei kein Brettverlust zu Buche stand. Manfred, Baptist und Moritz gewannen ihre Partien, während Johannes, Karl-Heinz, Peter, Heinz und Andreas Remis spielten. Damit belegt die 2. Mannschaft Platz 3 in der Tabelle, punktgleich mit den zweitplatzierten Puschendorfern. In der 8. Runde steht dann das Heimspiel gegen Uttenreuth 3 an.

Kreisliga 1 - Die Anti-Bundesliga

Am 21. März standen für unsere beiden Mannschaften das letzte Heimspiel dieser Saison an. Die 1. Mannschaft hatte dabei die SG Eckental als Gegner, die 2. Mannschaft den SC Uttenreuth 3.

Die erste Mannschaft musste dabei auf Roland verzichten, der durch Peter Schneider ersetzt wurde. Dieser sorgte dann auch für die 1-0-Führung, da er einen kampflosen Sieg einfuhr. Aber an den anderen Brettern wurde teils erbittert gekämpft.
Der Glückspilz des Abends war Heinrich an Brett 1. Stand er nach der Eröffnung schlechter, so schien er sich langsam zu konsolidieren, beging dann allerdings einen schweren Schnitzer - etwas, das man bei ihm nur äußerst selten sieht - der ihm seinen Turm gekostet hätte. Zu Heinrichs Glück sah sein Gegner die Abwicklung nicht und Heinrich erreichte am Ende ein Remis, obwohl er am Ende am längeren Hebel saß.

Eine interessante Partie kam an Brett 2 zustande. Peter hatte einen isolieren Bauern und sah sich etwas im Hintertreffen. Der weitere Verlauf der Partie war dann allerdings sehr positiv für Peter, der Zug um Zug die Initiative übernahm und am Ende eine Figur und die Partie gewann.

An Brett 3 gaben sich Klaus und Klaus die Ehre, die allerdings keine Lieder von der Nordseeküste oder dem Eiermann sangen, sondern sich voll und ganz auf das Schachspielen konzentrierten. Auch hier kam von Kirchehrenbacher Seite ein isolierter Bauer aufs Brett, nach einem kurzen und heftigen Schlagabtausch, segelten die beiden Matrosen dann aber doch in den Remishafen.

Einen weiteren Sieg fuhr Erich an Brett 4, der zuerst ein Qualität und dann noch weiteres Material gewann.

Christoph erreichte an Brett 6, der sich allerdings über eine ausgelassene Chance ärgerte. Ebenfalls ein Remis erreichte Markus an Brett 7.

Norbert war wieder einmal der Spieler, der am längsten tätig war und mit all seiner Zähigkeit versuchte eine verlorene Partie noch zu retten, was ihm allerdings nicht gelang.

Endstand 5-3. Damit ergibt sich vor der letzten Runde der Kreisliga die spannende Situation, dass drei Mannschaften punktgleich an der Spitze stehen und um den Aufstieg spielen. Denn überraschenderweise schlug die SG Fürth nach dem SC Erlangen 3 mit dem FSV Großenseebach die zweite Spitzenmannschaft. Die Chancen der einzelnen Mannschaften werde ich in einem weiteren Beitrag beleuchten. Fest steht damit jedenfalls, dass die diesjährige Kreisliga 1 das totale Gegenteil der Bundesliga ist (sowohl Schach als auch Fußball). Freuen wir uns auf ein spannendes Saisonfinale.

Kreisliga 3 - Auch Spannung bis zum Schluss

In der K3 gelang der 2. Mannschaft gegen Uttenreuth 3 ein 7,5-0,5-Kantersieg, der allerdings sicher etwas zu hoch ausfiel. Vor allem, Moritz hatte einiges Glück, da er in seiner Partie schon sehr dicht am Abgrund stand, am Ende nach einem gegnerischen Fehler allerdings doch noch gewann. Bei diesem Spiel kam Karl-Heinz nach einigen Spielen Pause wieder zum Einsatz und steuerte prompt einen Sieg bei. Problemlos waren die Siege von Reinhardt und Christian, während Heinz zuerst eine verheißungsvolle Stellung nicht nutzen konnte, aber am Ende im Endspiel gewann. Johannes bestätigte abermals seine exzellente Form diese Saison und steuerte einen weiteren Sieg bei, während Andreas remis spielte. Manfred lieferte sich mittlerweile mit Norbert ein Duell, wer die längste Partie spielte. Trotz eines Sieges in seiner Partie, zog Manfred bei diesem Wettkampf den Kürzeren.

Die 2. Mannschaft ist damit nach wie vor im Aufstiegsrennen. Passend dazu kommt es am letzten Spieltag zum finalen Wettkampf, dem Aufstiegsendspiel gegen Puschendorf 3. Viel Erfolg, Jungs!