Die Kreis- und Bezirksligen stareten am Wochenende in die Saison 2014/15. Dabei hatten unsere Mannschaften unterschiedlichen Erfolg.

Knappe Niederlage für 1. Mannschaft

Mit einer knappen 3-5-Niederlage gegen die SG Bubenreuth/Möhrendorf startete die 1. Mannschaft in die neue Bezirksliga-Saison.

Dabei spielten Norbert, Heinrich, Peter und Roland Remis, den einzigen Sieg fuhr Stephan ein.

Norbert war dabei bestrebt seinen Ruf als Langspieler, den er sich während der letzten Saison erworben hatte abzulegen. Dies gelang ihm auch hervorragend, denn er war als Erster fertig und erzielte im Spiel zweier gleichstarker Spieler ein Remis.

Auch Heinrich erzielte ein Remis, allerdings musste er es sich aus einer arg verdächtigen Stellung erspielen. Sein Gegner hatte im Mittelspiel starken Druck auf Heinrichs Stellung und später ein Endspiel mit Mehrbauern.

Peter erreichte an Brett 1 ein sicheres Remis, wobei ich nicht viel von der Partie in Erinnerung habe.

Rolands Stellung sah sehr stark aus, da sich ein Turm des Gegners im Abseits befand. In Zeitnot ließ Roland allerdings die Befreiung des Turms zu und wenig später einigten sich die beiden auf Remis (die Partie war eh die Letzte des bereits entschiedenen Wettkampfes).

Stephan hatte eine spannungsgeladene Stellung am Brett, in der er zwischenzeitlich einen Bauern weniger, dafür allerdings offene Linien und einen vorgerückten Freibauern hatte. Diese Vorteile nutzte er zum Sieg.

Niederlagen mussten Johannes, Markus und ich einstecken.

Johannes stand eigentlich immer etwas unter Druck und verlor schließlich eine Qualität. Diesen Vorteil ließ sich sein Gegner nicht mehr entgleiten.

Am seltsamsten war Markus' Niederlage, da seine Stellung ausgeglichen aussah. Wie es aus dieser Stellung zu seiner Niederlage kam, habe ich nicht mitbekommen, da ich zu sehr mit meiner Partie beschäftigt war.

In dieser hatte ich eine schlechte Stellung auf dem Brett, konnte allerdings mit einem kleinen Bluff die Situation wenden und urplötzlich kamen meine Figuren gut ins Spiel. In Zeitnot fand ich dann allerdings nicht die richtigen Züge und ließ Gegenspiel zu, welches schließlich in einen entscheidenden Angriff mündete und ein Matt zur Folge hatte.

Somit stehen wir bereits zu Beginn der Saison im Tabellenkeller und müssen in der kommenden Runde beim SK Neumarkt antreten, die den SC 48/88Erlangen 3 mit 6,5-1,5 schier niederwalzten.

Ein kleines Kuriosum am Rande: Kurz vor Beginn der Partie sprach mich Bubenreuths Brett 1 darauf an, dass ich im letzten Wettkampf Königsindisch gespielt hatte (mein Gegner war damals derselbe wie in diesem Wettkampf). Mir wurde darauf etwas unwohl, da ich vermutete, dass sich mein Gegner vorbereitet hatte. Kurzerhand spielte ich nicht Königsindisch, sondern Damengambit. Nach der Partie erfuhr ich dann, dass sich mein Gegner tatsächlich auf Königsindisch vorbereitet hatte.

Erfolgreicher Auftakt für die 2. Mannschaft!

Mit einem Heimsieg gegen die 2. Mannschaft des SC Pottenstein ist unsere Zweite erfolgreich in die Saison 2014/15 gestartet, nach wechselhaften Spielverlauf stand ein 5-3 zu Buche.

Alles begann mit einem Remis von Stephan an Brett 1. Er hatte sich einen Bauern am Damenflügel einverleibt, allerdings wurde dabei seine Dame abgesperrt. Stephan entschied sich für die sicherste Variante und steuerte ein Remis durch ewige Verfolgung der Dame an.

Danach entwickelte sich das Spiel dann zuerst sehr gut für uns, denn nach einem weiteren Remis von Johannes, sowie zwei Siegen von Manfred und Reinhardt lag die Zweite mit 3:1 vorne. Johannes konnte sich dabei aus einer schlechteren Stellung ins Remis retten, während Manfred seinem Gegner entscheidend Material abnehmen konnte. Reinhardts Figuren hingegen wirbelten wie Derwische übers Brett und er erhielt einen Freibauern, der kurz vor der Umwandlung stand. Dieser kostete dann entscheidend Material, außerdem war das Matt auch nicht mehr weit.

Dann wurde es jedoch noch einmal spannend, denn Moritz und Andreas verloren ihre Partien. Moritz verlor zuerst eine Figur, startete dann jedoch einen starken Angriff, der ihm gute Chancen einbrachte. Leider wickelte er falsch ab und fand sich mit zwei Figuren weniger in einer verlorenen Stellung. Auch Andreas kam durch eine falsche Abwicklung in eine verlorene Stellung.

Entscheidend für den Ausgang des Kampfes war Heinz' Partie. Dieser hatte einige bange Momente zu überstehen (darauf gehe ich in einem separaten Artikel näher ein), in denen sein Gegner bei korrektem Spiel großen Vorteil erreicht hätte. Zu Heinz' Glück nutzte er jedoch seine Chancen nicht und wickelte in ein verlorenes Bauernendspiel ab, das sich Heinz dann nicht mehr entreißen ließ.

Eine bärenstarke Partie spielte Baptist, der seinen Gegner am Damenflügel stark unter Druck setzte und schließlich eine Qualität gewann. Diesen Vorteil führte er sicher zum Sieg.