In der 3. Runde der Kreisligen standen für unsere beiden Mannschaften mit dem SV Neustadt/Aisch und dem SC Pottenstein zwei schwere Spiele auf dem Plan.

Für die 1. Mannschaft gab es ein Wiedersehen mit den Neustädtern, die uns letztes Jahr eine bittere Niederlage bereiteten. Wir gingen dennoch voller Selbstvertrauen in die Begegnung, da wir bis auf Nicolas komplett waren. Er wurde durch Markus ersetzt.

Durch zwei schnelle Remis von Stephan und Norbert stand es bereits nach kurzer Zeit 1:1 und bei den noch laufenden Partien sah es auch nicht schlecht aus.

Heinrich konnte sich einen Mehrbauern erspielen und in ein Endspiel mit Türmen und ungleichfarbigen Läufern übergehen. Dieses war für ihn nicht mehr zu verlieren, zumindest gingen wir davon aus. Aber plötzlich hallte die Kunde, Heinreich habe verloren, durch die Hallen des Musikheimes, in dem wir die Mannschaftskämpfe durchführten. Er war doch tatsächlich seinem Gegner in ein Matt gelaufen. Somit lagen wir 1:2 zurück und es zogen ungute Erinnerungen an den Verlauf des Wettkampfes gegen Eckental in der 1. Runde auf.

Den Ausgleich erzielte dann Peter an Brett 3. Wie in der 1. Runde bekam er die Kieler Variante der Skandinavischen Verteidigung aufs Brett. Sein Gegner verbrauchte bereits in der Eröffnung sehr viel Zeit, war aber am Ende nicht in der Lage die komplizierte Situation zu klären. Peters Angriff führte zu einem enormen Materialvorteil für ihn und zum Sieg.

Anschließend bekam ich ein Remisangebot, welches ich nach etwas Abwarten dann annahm. Ich hatte aus der Eröffnung eine angenehme Stellung erhalten und schönes Spiel, am Ende wurde allerdings mächtig Material abgeholzt und es entstand eine Stellung, in der keine der Parteien groß auf Vorteil spielen konnte.

Somit liefen nur noch die Partien von Peter Hagen, Roland und Markus und in allen drei Partien wurde von beiden Seiten hart um den Sieg gekämpft.

Eine starke Partie spielte Roland. Aus einer positionell starken Stellung startete er einen Angriff. Dieser führte nach einigen genauen Zügen von Roland zum Gewinn zweier Leichtfiguren gegen einen Turm, wobei Roland immer noch die Stellung dominierte. Dies führte schlussendlich zu einem Matt kurz vor der Zeitkontrolle.

Markus spielte wieder eine Partie, in der er wohl der einzige war, der bei seiner Partie den Durchblick behielt. Er hatte eine komplizierte Stellung, in der er zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und einen Bauern hatte. Die Stellung war immer noch voller Spannung, als beide Spieler Remis vereinbarten.

Somit waren wir in der angenehmen Lage, dass uns ein Remis an Brett 1 reichte, während Neustadt dort gewinnen musste. Das erwies sich allerdings als sehr schwierig, da Peter mit dem Läufer gegen den Springer und einem Freibauern zwei Pfunde hatte, mit denen er wuchern konnte. Somit wurde sich auch an Brett 1 Remis ausgemacht, was uns den Sieg im Mannschaftskampf einbrachte.

Die 2. Mannschaft bekam es mit dem Absteiger aus Pottenstein zu tun. Diese spielten von einigen Jahren noch in der Kreisliga 1 und waren an allen Brettern teils deutlich besser besetzt als unsere Mannschaft. Damit waren sie der eindeutige Favorit in diesem Mannschaftskampf und es galt für unsere Spieler sich gut zu schlagen und nicht unterzugehen. Beides gelang ihr hervorragend.

Auch in diesem Mannschaftskampf waren die ersten Partien bereits früh entschieden.Heinz gewann schnell, Reinhard verlor schnell und Armin, der zuvor noch aus Rügen, wo er ein Seniorenturnier mitspielte, anreiste, spielte Remis.

Die Entscheidung war dann, als Moritz, Christian und Johannes ihre Partien verloren. Insbesondere Moritz stand dabei zwischenzeitlich gar nicht so schlecht, allerdings gingen ihm dann einige Bauern verloren und die Sache, für die er zu dieser Zeit noch kämpfte, war es auch. Von Christians Partie habe ich nicht viel mitbekommen und kann deswegen auch nichts über deren Verlauf sagen, Johannes allerdings geriet am Damenflügel unter Druck und hatte noch eine schwache Grundreihe, was zu entscheidenden Materialverlust führte.

Eine Ergebnisverbesserung erreichte noch Niklas, der eine starke Partie spielte und durch Zeitüberschreitung seines Gegners gewann. Dies sollte nicht das einzige Mal sein, dass er an diesem Wettkampfwochenende Aufsehen erregte, aber mehr dazu gibt es in einem separaten Artikel über die Jugendwettkämpfe, den zu lesen ich Euch sehr ans Herz legen möchte (achtet auch in diesem Beitrag wieder auf Schleichwerbung).

Als letztes spielte Manfred, der sich in einer schlechten Stellung lange wehrte und sich zäh verteidigte. Zwischenzeitlich hatte er bereits zwei Bauern weniger, die er allerdings nach einer Unachtsamkeit seines Gegners wieder zurückgewinnen konnte. Allerdings erwies dessen Figurenstellung, was am Ende dann doch zu Manfreds Niederlage führte.

Somit stand eine 5,5-2,5-Niederlage zu Buche, eine Niederlage, mit der man angesichts des starken Gegners gut leben kann.

Die nächste Runde findet erst nach Weihnachten statt. Am 13. Januar stehen mit dem FSV Großenseebach in der K1 und dem SC Uttenreuth 2 in der K3 die nächsten schweren Gegner an.